
Autorin: Gisela Zies
Regie: Sophia Ritz
Die Sprachgefangenen
(Bild und Text: Gisela Zies)
Inhalt: Fünf Personen treffen auf einen geheimnisvollen Ort voller Bücher und Schuhe. Sprechend erschaffen sie sich selbst, den Spielort und die Handlung. Die Zuschauer erleben, wie Sprache Wirklichkeit herstellt. Obwohl die Begegnung tatsächlich im Jahr 49 unserer Zeitrechnung hätte stattfinden können, handelt es sich um kein historisches Stück!
Spielort: An einer Quelle des Jordan, unterhalb der Golanhöhen, Ort heidnischer, griechischer, römischer und christlicher Götter – mit einem Pan-Heiligtum, einem Tempel der Drei Heiligen Ziegen, einem Kaiser-Augustus-Tempel. Es wird erzählt, Jesus habe hier gefragt: «Was sagen die andern, wer ich bin?»
Handlung: Auf ihrer Reise von Antiochia nach Jerusalem werden Paul und seine Begleiter Gajus und Marle vom Fürsten Agrippa und seiner Schwester Nike festgenommen. Die Geschwister wollen Gewissheit darüber haben, ob der Apostel und das, was er verkündet, der Verwirklichung ihres Traumes von der israelischen Königskrone im Wege stehen könnten.
Gleichzeitigkeit: Griechisches Kulturerbe (Sprache, Philosophie), Höhepunkt römischer Macht, Zerstörung des Tempels in Jerusalem, erster Versuch der Germanen, im Widerstand gegen Rom ein Volk zu bilden, Zerstörung des israelischen Reiches, Propagandafeldzug des Paulus, beginnendes Christentum.
Bei uns erschienen:
Gisela Zies
Sprache, alte Dame